![]() |
Frauenchor und Sängerlust im Autohaus SengerSchwungvoll trugen die rund 80 Sänger und Sängerinnen des Rheiner Frauenchores unter der Leitung von Bozena Nadja und des MC Sängerlust Rheine unter der Leitung von Henk-Jan Bloemendaal diese positive Grundstimmung ins Publikum. Karin Ritschel-Kleinhölter als Klavierbegleitung rundete den Gesang effektvoll ab, während das Saxophon-Quartett der Musikschule Rheine um Lothar Eirmbter mitten im Programm die Begeisterung noch einmal puschte.Kompaktes Programm Mitsingen sass dennoch nicht drin, denn dazu war das Programm zu kompakt und zu speziell. Mitklatschen schon, denn dieses Thema ging alle an. Zum Glück musste der Moderator Dirk von der Ehe nicht zum Feuerlöscher greifen, der griffbereit neben ihm rein zufällig installiert war. Es blieb friedlich und vor allem humorvoll. Ungewollt symbolischen Wert hatte schon die „Stabübergabe" des Mikrophons bei der gesprochenen Begrüßung durch die Vorsitzenden beider Chöre Walburga Furch und Dieter Averwald. Sie hatten nicht nur eine Reihe an Ehrengästen aus Politik, Kultur und Volksmusikerbund zu begrüßen. Sie hatten auch einen großen Korb an Dankesworten an die Gastgeber mitgebracht, denn Lack gegen Noten ist wahrhaftig kein alltägliches Angebot. Mit Singen erfreuen „Seid gegrüßt ihr lieben Gäste aus der Ferne und von nah. Euch mit Singen zu erfreuen, dazu sind wir Sänger da", schmetterten beide Chöre zusammen als gesungene Begrüßung. Erst danach begann der musikalische Schlagabtausch im gleichberechtigten Wechsel. Mit dem Lied von Siegfried Herterich „Auch Frauen sind lustig" widerlegten die Frauen das Vorurteil, dass nur Männer Wein trinken dürften. Nicht nur hier erwiesen sich die Frauen als bewegter in der Umsetzung der Liedtexte, während die Männer durch die Notenblätter zur Starrheit verurteilt waren. Lacherfolge erzielten die Damen, als sie die Werbung und die dort propagierten Produkte für Schlankheit, gegen Falten und gegen Haarausfall durch einen bemalten Karton szenisch begleiteten. Männer konterten Auch die Männer konterten gekonnt musikalisch. „Ach, die Weiber" erklang es als Antwort des Männerchores, entnommen der Franz-Lehar-Operette „Die lustige Witwe". Das Wort „EHE" als Kürzel von „Errare humanum est" (Irren ist menschlich) nutzten beide Chöre zu einem wechselseitigen, musikalischen Schlagabtausch. Die Begeisterung des Publikums glich einer Fieberkurve mit steigender Tendenz bis zum Schluss. Nach rund zwei Stunden reinem Programm bedankten sich die Chöre durch einige Zugaben für den rauschenden Beifall. |











