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Der Mercedes-Maybach G 650 Landaulet – Der König von Afrika

15.02.2017

Die "Big Five" in Afrika kennt so ziemlich jeder. Doch in diesen Tagen tobt neben Löwen, Elefanten, Büffeln, Nashörnern und Leoparden noch ein weiteres Großkaliber durchs Unterholz des Naturparks. Denn kurz vor der Weltpremiere im März 2017 auf dem Genfer Salon inszeniert Mercedes-Maybach hier die Jungfernfahrt des G 650 Landaulet.

"Das wird der luxuriöseste Geländewagen und zugleich das exklusivste Cabrio der Welt", sagt Gunnar Güthenke, der die Geschicke der G-Klasse verantwortet und die Markteinführung der auf 99 limitierten Fahrzeuge im Herbst 2017 verspricht. "Und es wird vermutlich auch der teuerste Mercedes-Maybach, den wir aktuell in der Preisliste haben", räumt er ein. Den genauen Tarif will er erst in Genf verraten.

Zwei Jahre nach dem Ende des letzten G-Klasse Cabrios hat seine Mannschaft nicht einfach das Dach aufgeschnitten. Ganz im Geist der alten Paradewagen und natürlich des Papamobils gibt es wie bei jedem Landaulet eine geschlossene Fahrerkabine und dahinter einen Freisitz, wie man ihn so bei einem SUV noch nicht gesehen hat. Denn nachdem die Schwaben den Radstand zugunsten der Hinterbänkler um 60 Zentimeter gestreckt haben, bauen sie im Fond die First-Class-Sessel aus der Maybach-Version der S-Klasse ein – Sitzmassage, Liegeposition und Rear-Seat-Infotainment inklusive. Sobald sich das elektrische Verdeck binnen 30 Sekunden über den winzigen Rest von Kofferraum gefaltet hat, wird die Rückbank deshalb zur wahrscheinlich vornehmsten Sonnenliege der Welt. Und damit einem beim Sonnenbad niemand in den Bauchnabel schaut, gibt es zum ersten Mal in der G-Klasse auch eine Trennscheibe zum Fahrer, die elektrisch ins Blickfeld fährt und sich auf Knopfdruck milchig eintrübt.

Luxus auf einem neuen Niveau im G650.

Aber Mercedes hat nicht nur den Luxus auf ein neues Niveau gehoben. Sondern das ganze Auto steht buchstäblich über den Dingen. Denn genau wie der 4x4² nutzt der G 650 die Portalachsen von Unimog & Co. und stolziert so mit fast einem halben Meter Bodenfreiheit und deutlich verbreiterter Spur durchs Gelände. Ganz nebenbei bekommt die jetzt fast 5,50 Meter lange G-Klasse damit eine derart imposante Silhouette, dass Elefanten wie Kuscheltiere wirken und der Löwe abdanken kann: Der neue König von Afrika hat keine Mähne, sondern ein Maybach-Logo.

Das Fahrgefühl im Fond ist tatsächlich königlich: Entweder räkelt man sich bequem auf der Sonnenliege, nippt am Champagner aus dem Silberkelch und lässt draußen die wilde Tierwelt Afrikas an sich vorbeiziehen. Oder man steht in der riesigen Luke, reckt das Haupt durchs offene Dach und kann sich nur mit Mühe ein königliches Grinsen oder ein päpstliches Winken verkneifen.

Der Landaulet lockt auch unter der Haube mit dem Besten, was sie bei Mercedes-Benz aktuell an Antrieb zu bieten haben. Schließlich säuselt unter der Haube der sechs Liter große V12 aus dem G 65, der bei 630 PS und 1000 Nm selbst mit den 3,3 Tonnen dieses Dickschiffs keine Mühe hat. Von 0 auf 100 in weniger als sechs Sekundenden und bei Vollgas immerhin 180 km/h.