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Alles über die anhaltende Diesel Diskussion

Feinstaub, NOx, CO2? Lohnt sich ein Benziner? Diesel Fahrverbot? Wir klären auf!

In Deutschland herrscht dicke Luft! Luftverschmutzung, Feinstaub, NOX, CO2, Diesel oder Benziner, Fahrverbote, Umweltprämien – im Zuge der anhaltenden Diesel Diskussion verbreiten Medien viele Informationen und Begrifflichkeiten. Doch was ist eigentlich was? Wir klären auf und informieren Sie umfassend über die aktuelle Diesel Thematik.

Hintergrund zur Abgas Thematik

Mit dem Erlass der EU Richtlinie zur Verbesserung der Luftqualität im Jahr 1999 kam das Abgas Thema auf. Hierin werden die Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Stickstoffoxide, Feinstaub (PM10), Schwefeldioxid, Benzol, Kohlenmonoxid und Blei festgelegt. Als Folge dessen führte Deutschland etwa die sogenannten Umweltzonen zur Reduzierung des Feinstaubs in deutschen Städten ein.

Um die Umweltbelastung weiterhin zu senken, investieren Automobilhersteller in Abgasminderungstechniken und Elektromobiliät. Auch clevere Ampelschaltungen und ein flüssiger Verkehr haben positive Auswirkungen auf den Ausstoß.

Doch auch diese Bemühungen sind angesichts der EU Richtlinie nicht hinreichend. Daher stehen ältere Dieselmotoren auch aufgrund ihres vergleichsweise höheren Schadstoffausstoßes in der Kritik. Mit der Umweltprämie gab es seit Sommer 2017 monetäre Anreize für Dieselfahrer, auf moderne und umweltfreundliche Fahrzeuge umsteigen. Heute drohen sogar Fahrverbote. All diese Faktoren sorgen für Verunsicherungen bei Dieselfahrern.

Wir stehen nach wie vor positiv zum Diesel: In unseren Augen ist der Dieselmotor nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung. Der moderne Diesel ist nach wie vor das effizienteste Antriebsaggregat, was es gibt, denn die heutigen Dieselmotoren produzieren etwa 15 Prozent weniger CO2-Ausstoß als Benziner und unterschreiten Feinstaub- und Stickoxid-Grenzwerte bei Weitem. Auch sehen wir die Elektroautos als wichtigen Schritt in die Zukunft. Mehr Antworten zur Elektromobilität und unsere Haltung zur andauernden Diesel Diskussion erfahren Sie im obigen Video – persönlich von Andreas Senger, geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Senger.


Diesel – was ist was?

Unser Lexikon zu den wichtigsten Begriffen

Was ist eigentlich Feinstaub? Ist CO2 für den Menschen gefährlich? Und warum gelten Diesel-Fahrzeuge als umweltschädigend? Wir antworten Ihnen auf diese Fragen und klären über die Begriffe, ihre Zusammenhänge und deren Einflüsse auf die Gesundheit und Umwelt auf.

Zu den wichtigsten Begriffen

1. Stickoxide, NO2 und NOx
2. Feinstaub
3. CO2

1. Stickoxide, NO2 und NOx

Als Stickoxide – oder genauer: Stickstoffoxide – gelten unterschiedliche gasförmige Verbindungen, die aus den Atomen Stickstoff (N) und Sauerstoff (O) bestehen. Wichtig in der aktuellen Diesel Debatte sind vor allem die beiden Verbindungen Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2).

Beide Begriffe werden zusammen als NOx abgekürzt, deshalb ist häufig die Rede von NOx-Werten. In der Natur kommen diese Gase nur in geringen Mengen vor, vielmehr werden sie vom Menschen erzeugt. Vor allem stammen Stickstoffoxide aus der Energiegewinnung, wenn fossile Energieträger wie Kohle, Öl oder Gas verbrannt werden. Dies findet in der Regel in Kraftwerken, Schiffs- und Automotoren statt.

Bei Benzin-Motoren lassen sich die NOx-Gase zu einem großen Teil mit einem Drei-Wege-Katalysator technisch in unschädlichen Stickstoff und Sauerstoff umwandeln – dennoch bleibt am Ende teilweise NOx übrig. Beim Dieselmotor gestaltet sich der Abbau von NOx schwieriger. Die unterschiedlichen Hersteller setzen auf die moderne AdBlue-Technik: Hierbei wird eine Harnstofflösung (AdBlue) in den Abgasstrom eingespritzt.

Stickoxide und die Gesundheit

Einer der Hauptgründe für die negative Betrachtung von Stickoxiden spiegelt sich in einer möglichen Gesundheitsgefährdung wider. Stickoxide können Bronchien und Schleimhäute reizen und schädigen und so zu Husten und Atembeschwerden führen. Dies zeigt sich in erster Linie als gefährdend für Personen, die vorbelastet sind – etwa Asthmatiker oder Personen mit Herz- und Kreislauferkrankungen.

Ist man den Stickoxiden dauerhaft und in großen Mengen ausgesetzt, besteht die Gefahr, dass sie die Funktion der Lunge angreifen. Dies kann letztlich zu chronischen Herz-Kreislauferkrankungen führen.

Nicht nur Menschen, sondern auch unsere Natur bleibt nicht unberührt von hohen Stickoxid-Belastungen. NOx ist giftig für Pflanzen und insbesondere ihre Blätter. Bei hohen Mengen kann es zu einer Überdüngung und das wiederum zu sauren Böden kommen. 

Betrachten wir den Treibhauseffekt, so ist hier vor allem das Lachgas – also die Verbindung Distickstoffmonoxid beziehungsweise N2O – zu nennen.  Die hohen Konzentrationen entstammen in erster Linie unserer Landwirtschaft mit ihren reichlichen, mit künstlichen Stickstoffdünger behandelten Feldern. Für uns Menschen ist die aktuelle Konzentration gesundheitlich unbedenklich. Wichtiger ist der Blick auf Stickstoffdioxide (NO2).

NO2-Grenzwerte – in der Luft

„Stickstoffdioxid (NO2), das vor allem aus KFZ-Abgasen stammt, entwickelt sich zum Schadstoff Nummer eins", urteilt das Umweltbundesamt. Daher gibt es Grenzwerte: In Deutschland sollte der Jahresmittel-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter nicht überschritten werden. Dies zeigt sich in der Realität als nicht machbar, so wurden etwa im Jahr 2014 an mehr als 50 Prozent der Messstationen höhere Werte registriert. Kommunen und Städte müssen reagieren und stellen sogenannte Luftreinhaltepläne auf.

Stickoxid/NOx-Grenzwerte – für Autos

Um die Umweltbelastung aufgrund von Stickoxide aus Autoabgasen zu reduzieren, hat die EU Grenzwerte für KFZ-Abgase festgelegt: 

  • Diesel: 80 mg NOx/km
  • Benziner: 60 mg NOx/km

Wer denkt, diese Werte seien zu hoch, sollte einen Blick auf die Grenzwerte in den Vereinigten Staaten werfen: Hier fordern Umweltschützer einen Wert von rund 43,5 mg NOx/km. Die Umsetzung scheitert jedoch zum Teil an nicht einheitlichen Kontrollsystemen in den einzelnen Mitgliederstaaten.


2. Feinstaub

Die Gase unter dem Sammelbegriff Stickoxide tragen zur Bildung von Feinstaub und bodennahem Ozon bei: In Motoren, Kraftwerken, der Industrie und beim Zigarettenrauchen entstehen kleine Partikel. Diese Partikel bezeichnet man in Verbindung mit herkömmlichen Staub und NOX als Feinstaub.

Auch Feinstaub kann gesundheitliche Risiken birgen, da er in die Lungen gelangen  und in den Blutkreislauf eindringen kann. Beim Feinstaub gilt: Lungen, Bronchien oder Schleimhäute werden angegriffen. Darum gibt es auch für Feinstaub Grenzwerte.

Feinstaub-Grenzwerte – für das Auto

In vielen Städten gibt es Umweltzonen, um die Feinstaubwerte zu senken. Diese Zonen dürfen nur von Fahrzeugen befahren werden, die über eine bestimmte Umweltplakette verfügen – diese klebt sichtbar in der Windschutzscheibe Ihres Autos. Die Plakette gibt es für alle Fahrzeuge, die gewisse Abgaswerte einhalten. Zu den Fahrzeugen mit der grünen Plakette zählen die meisten Neuwagen der letzten Jahre.

Insgesamt haben die Umweltzonen und so auch die ausgewiesene Plakette den Städten, Kommunen und dem Land geholfen, die Feinstaubwerte zu senken.


3. CO2

Wenn es um CO2 geht, befinden wir uns um den Bereich der Verbrennungsmotoren und des Klimaschutzes. Kohlendioxid (CO2) ist ein natürlicher Bestandteil unserer Luft – im Gegensatz zu NOx. Für Menschen ist CO2 ursprünglich ungefährlich, behindert aber die Sauerstoffaufnahme in zu hoher Konzentration. Jeder kennt das Gefühl von Schwindel oder Kopfschmerzen, Ursache hierfür kann in einer zu großen Menge Kohlendioxid in der Luft liegen, darum gelten auch hier Grenzwerte.

Das wichtigste ist aber: Übermäßig viel CO2 schädigt das Klima. Denn CO2 ist das ausschlaggebendste der Treibhausgase und zu 76 Prozent für die menschengemachte Erderwärmung verantwortlich.

In der Automobilbranche zeigt sich, dass es zwar immer sparsamere Motoren gibt, allerdings auch immer größere Autos. Hinzu kommt der Logistiktrend, der vermehrt auf die Straße ausweicht, anstatt auf den Schienen zu bleiben.

Durch das Verbrennen fossiler Energieträger entsteht CO2. Da Benzin-Motoren im Vergleich mehr Kraftstoff verbrennen als ein Diesel-Motor, entsteht hier mehr CO2. In der aktuellen Nachrüstdebatte von Dieselfahrzeugen geht es darum, die NOx-/Stickoxid-Grenzwerte einzuhalten. Der CO2-Ausstoß ist hier erst einmal nicht im Fokus, da Dieselmotoren diesbezüglich besser abschneiden als Benziner. Dennoch sollte der CO2-Ausstoß stets im Blick gehalten und Reduzierungen angestrebt werden. 

Benzin oder Diesel?
Welches Fahrzeug lohnt sich für mich? Welche Vorteile hat ein Dieselmotor? Und welche Vorzüge genieße ich mit einem Benziner? Soll ich noch ein Auto leasen?

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